Vereitelte Selbsttötung

TransPeople wurde diesen Monat über unsere Notrufnummer 09131/ 13 1 13 zu einem Ort gerufen an dem sich ein transsexueller Mann mit Benzin überschüttet hatte und sich anzünden wollte.

Unser Krisenteam startete sofort, während einer unserer Betreuer per Mobiltelefon Kontakt hielt. Nachdem das Krisenteam angekommen war und die Leiterin ausführlich mit dem Probanden redete, gab er sein Feuerzeug ab und lies sich in eine psychiatrische Klinik bringen, wohin die Leiterin ihn begleitete.

Es stellte sich heraus, das er schon vor über einem Jahr von seinen behandelnden Ärzten zu Trans-Ident Erlangen verwiesen wurde. Leider fiel er auf die Fake Seite im Internet herein und meldete sich bei einer Gruppe Trans-Ident Erlangen welche nichts mit der Original Gruppe zu tun hat.

Der Betroffene fiel aber auf den Identitätsdiebstahl herein. Er dachte er wäre bei der von den Ärzten empfohlenen Selbsthilfegruppe „Trans-Ident Erlangen“. Dadurch wurde natürlich sein  Misstrauen  geschwächt wenn Ärzte diese Gruppe empfehlen

Er wurde zu den Gruppen in Nürnberg und Ansbach weitergeleitet, welche ebenfalls mit uns nichts zu tun haben.

Es konnte knapp ein weiteres Menschenleben gerettet werden.

Die Sterblichkeitsrate bei dem Verein Trans-Ident e.V. liegt zur Zeit bei drei bis fünf Suizid Toten im Jahr. Damit dürften sie die Spitze im Bundesdeutschen Vergleich haben.

TransPeople g.V. und Trans-Ident Erlangen  hatten in all den Jahren unseres Bestehens  (seit 1980) bisher keine  Suizid Toten. Wir haben aber auch keine Einkommen durch IPL-Enthaarer oder Bestattungsunternehmen.