Hilfe für Betroffene

Was ist denn das Geschlecht?

In unserer Gesellschaft ordnen sich Menschen weit überwiegend (>99,9%) zwei Geschlechtsvarianten zu, den „Normalgeschlechtern“: Männlich und Weiblich.

Es gibt Menschen bei denen das Körpergeschlecht (sexus) und die geschlechtliche Identität (gender) nicht (ausreichend) übereinstimmen.

Dazu zählen:

  • Transsexualität und Intersexualität
  • Cross Dresser
  • Angeborene Fehlbildungen der Genitalorgane (z.B. Hypogonadismus)
  • Geschlechtslose / Neutrale (auch eine Form der Transsexualität)

Wichtig! Unsere Geschlechtlichkeit hat nichts mit unseren sexuellen Präferenzen zu tun! Es gibt schwule Transmänner und lesbische Transfrauen.

Transsexualität und Intersexualität sind gesunde Normvarianten

In allen Zivilisationen finden sich Erzählungen von „Hermaphroditen“ und transsexuellen Menschen. In vielen Gesellschaften wurden sie genauso geschätzt, in manchen Kulturen waren Transidente sogar hochgeachtet und/ oder. hatten wichtige soziale Funktionen.

…unsere Lebensrealität ist jedoch eine andere

In unserer jüngeren Geschichte war es das gesellschaftliche Ziel, alle Normabweichungen (wozu neben Homosexualität eben auch Transsexualität und vieles andere gehörte) auszusondern. Die Auswirkungen dieser Politik der Ausgrenzung (bis zur Selektion) wirken sich bis heute in vielen Bereichen und auch in gesetzlichen Vorschriften aus, die ganz eindeutig gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen. Notwendige Veränderungen dieser rechtlichen Regelungen, sind bis heute nicht umgesetzt.