Aufnahme der Epilation mittels Lasertechnik bei MzF Transsexuellen in den EBM

Der Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 1 Satz 1 SGB V hat in seiner 398. Sitzung am 25. Juli 2017 mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 beschlossen:

Die Bestimmung zur Dokumentation werden erweitert.

Bei nachgewiesenermaßen MzF Transsexuellen (ICD-10: F64.0) werden auch Kosten für eine Epilation per Lasertechnik im Gesicht, am Hals und den Händen von den Krankenkassen  übernommen.

Die Epilation mittels hochenergetischen Blitzlampen (IPL-Technologie) wird weiterhin nicht von den Krankenkassen bezahlt.

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Erleichterung bei der ärztlichen Behandlung von Transsexuellen

Das auch eine Frau eine Prostata haben kann trifft wohl auf alle Transfrauen (Mann-zu-Frau) zu. Ob sie nun Operiert wurden oder nicht, auch nach der OP bleibt das Organ erhalten und erfüllt gute Dienste.

Seit 2012 das Transsexuellengesetz durch das Verfassungsgericht angepasst wurde, ist es möglich Vornamen und Personenstand ohne körperliche Anpassung zu ändern. Die Frauenärzte durften nach der Personenstandänderung die Behandlung von Transmännern (Frau-zu-Mann) nicht den Krankenkassen in Rechnung (der Patient ist nicht weiblich) stellen ohne einen erheblichen Verwaltungsaufwand zu Leisten. Deshalb verlangten etliche Gynäkologen die Untersuchungskosten von den Patienten. Die Urologen hatten es leichter.

Trans-Ident Erlangen musste leider alleine mit diesem Thema 2013 an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) Herantreten und um rasche Abhilfe bitten. Es dauerte dann zwei Jahre und etliche Diskussionen und Nachfragen bis wir den mündlichen Bescheid der KVB erhielten, das diese Untersuchungen nun auch bei Trans- und Intersexuellen abrechenbar seien. Doch dies ist erst jetzt, seit Juli 2017 bundesweit möglich.

Geschlechtsspezifische Abrechnungsziffern: Regelungen angepasst

Inter- und Transsexualität: Regeln im EBM angepasst